911er bekommt Sommerreifen

10. April 2016 von iviz
Pirelli Sommerreifen auf dem 911er montiert

Pirelli Sommerreifen auf dem 911er montiert

Das Wetter nach Ostern erlaubt es, auf Sommerreifen zu wechseln. Für den 911er gibt es nagelneue Pirelli als Mischbereifung. Hinten sind es 305/30er auf 19″ Felge, vorne etwas kleiner 235/35 ZR19.

Mit den Sommerreifen lenkt sich der 997 noch direkter und klebt förmlich auf der Strasse.

Parallel zum Reifenwechsel wurde auch die von Porsche Zentrum Zürich bei Kauf vergessene MFK nachgeholt, zum Glück ohne jede Beanstandung.

Insgesamt ist der Porsche Service bislang für mich noch nicht ganz an den Premium Anspruch der Marke herangekommen. Dankenswerterweise hatte das Porsche Zentrum Mainfeld die Arbeiten während meines Urlaubs übernommen und war sehr freundlich. Dennoch wurde der Wagen offenbar durch ordentlich Dreck bewegt und nicht vollständig gereinigt vor Übergabe. Der gesamte linke Schweller war mit eingetrocknetem Kuhmist überzogen. Zwar entschuldigt man sich schnell und behebt, aber ich finde, sowas darf nicht passieren.

Nach diesem Werkstattbesuch, hoffe ich erstmal auf etwas Ruhe – zumindest bis zum Winter – und viele Kurven 😀

530xd – 22.000 bequeme Kilometer zu akzeptablen Kosten

28. März 2016 von iviz

Fast ein Jahr fahren wir den 5er Touring nun schon als Familienauto. Der Tacho zeigt mittlerweile fast 125.000km.

Der Verbrauch, überwiegend mit Winterreifen, liegt bei 8,2l / 100km auf den letzten 22.000km. Damit liegt er fast 40% über der Werksangabe von 5,8 l/100km! Ein Tribut an grosse Reifen, viel Kurzstrecke, Standheizung und Allrad sowie regelmässige Nutzung des Drehmoments in der bergigen Schweiz oder auf deutschen Autobahnen.

Die Nebenkosten für Wartung & Betrieb halten sich insgesamt aber in Grenzen, rechnet man auch die 4 Nokian WR A3 RunFlat 245/45 R18 100V XL Runflat Winterreifen mit sowie hintere Bremsscheiben & Belege sowie Wartung und Treibstoff ein, dann lässt sich der 5er ohne Wertverlust mit 0,20 Euro/km bewegen. Ein Wert der durchaus akzeptabel ist. Bisher sind auch keine Defekte zu verzeichnen.

Insgesamt war der Kauf des 5er eine gute Entscheidung. Die Qualitäten für die Langstrecke zeichnen ihn genauso aus wie ausreichend Agilität für gelegentliche Bergfahrten. Die Komfortsitze erweisen sich als sehr Vorteilhaft auf schlechten Strecken und sind in Kombination mit dem Sport Modus des Dynamik Fahrwerks auch geeignet schnellere Kurvengeschwindigkeiten zu meistern. Über mangelnden Seitenhalt und Verstell-Möglichkeiten kann man sich nicht beklagen.

Grösster Kritikpunkt am Fahrwerk des 530xd bleibt die eher indirekte Lenkung, kein Vergleich zum 3er und erst recht nicht zum Porsche 997 S oder Cayman GTS. Hier muss BMW offenbar beim Allradler den selben Kompromiss eingehen, den auch Audi bei seinem Fahrzeugen mit Frontantrieb seit Jahren machen muss. Dies führt zu einem eher distanzierten Fahrgefühl, wobei der 5er es noch besser schafft, als ein Audi A8 oder Q5, dem Fahrer Rückmeldung über den Zustand der Fahrbahn zu geben. Ganz ausblenden kann BMW das hohe Gewicht vom 5er Touring allerdings auch beim Fahrverhalten nicht. Die fast zwei Tonnen wirken sowohl bei der längs als auch bei quer Dynamik hinderlich. Langsam ist man mit dem Bayern deswegen aber selten unterwegs!

Der 5er überzeugt, ähnlich wie mein 325i Coupé es tat, mit guter und eingängiger Bedienung. Das Head-Up Display und den Abstandstempomat will man nicht mehr missen! Auch die Standheizung erweist sich an kalten Wintertagen als sehr angenehmes Extra. An die Taste für das Tempomat am Lenkrad anstelle eines Lenkstockhebels hat man sich schnell gewöhnt. Der Abstandstempomat dürfte an dem Verbrauch allerdings nicht ganz unschuldig sein. Er bremst häufig stark um dann wieder zügig zu beschleunigen, wo ein Mensch eher rollen lässt oder mit der Beschleunigung wartet.

Nachdem ich meine anfängliche Abneigung gegenüber dem teuren Zukauf von Connected Drive abgelegt habe, schätze ich auch dieses Feature mittlerweile. Die Möglichkeit, über ein Web-Page im Connected Drive Portal Zieladressen als Nachrichten an das Navi zu schicken und damit sich die manuelle Eingabe zu ersparen sowie die RTTI Stauinformationen sind Ihr Geld wert.
Die Smartphone App sowie die anderen online Funktionen sind hingegen eine ziemliche Spielerei. Häufig nervt auch der extrem langsame Verbindungsaufbau und die komplizierte Bedienung. Insbesondere das senden von Befehlen über die Smartphone App funktioniert nur bei jedem dritten Versuch und dauert teilweise bis zu einer Minute.

Etwas weniger Überzeugt bin ich von den angebotenen Schnittstellen, zwar verfügt der BMW über zwei USB Buchsen, eine in der Mittelkonsole und eine im Handschuhfach. Leider eignet sich die Buchs im Handschuhfach aber nur für Storage Devices bzw. als Stromversorgung, jedoch nicht für iPod oder iPhone. Die Koppelung per Bluetooth Audio gestaltet sich auch nicht immer einwandfrei. Mein Samsung S6 in Kombination with Amazon Music verweigert regelmässig die stabile Verbindung zum iDrive. Überzeugen kann hingegen die automatische Übertragung von CDs auf die interne Festplatte, eine Funktion die ich tatsächlich häufiger verwende und den klassischen CD-Wechsler noch älter aussehen lässt. Das funktioniert nicht nur gut mit klassischen Audio CDs sondern auch mit MP3 CDs. Es sammelt sich so recht schnell eine kleine Musiksammlung an, die man unabhängig von iPod & Co immer dabei hat.

Etwas weniger überzeugend gestaltet sich auch der Kasten in dem Kofferraumabdeckung und Trennnetz untergebracht sind. Die Handhabung bei Umbau auf umgeklappte Sitze mit Trennnetz hinter der ersten Sitzreihe ist friemelig und kompliziert gelöst. Zwar ermöglichet die Konstruktion jede einzelne Rücklehne umzuklappen, doch ist die Box regelmässig im Weg – insbesondere wenn man den Kofferraum bis zum Dach bei voller Bestuhlung beladen will. Hier wünscht man sich manchmal eine getrennte Unterbringung von Netz und Abdeckung, wobei die Abdeckung gerne unter den Ladeboden passen dürfte!

Doch LKW spielen ist sicherlich nicht die Hauptrolle die dem 530xd zugedacht wird. Fahrverhalten und Geräuchsniveau sind deutlich auf Oberklasse Niveau angekommen. Die Verarbeitung kann ebenfalls überzeugen, so dass selten der Wunsch nach mehr Luxus aufkommt.

Porsche 997 Carrera S – 385 Gründe zum Lächeln

14. Februar 2016 von iviz
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Porsche Carrera S aus 2009 bringt 385 PS auf die Strasse

2015 hatte ich die Freude, den Porsche 918c Cayman GTS  zu fahren. Mein Fazit nach dem Test war eindeutig:

… unglaubliche Performance, unglaublicher Spass, allerdings sollte man sich die dynamischen Dämpfer gönnen und auch das Doppelkuplungsgetriebe – sonst wird der Spass recht schnell nervig. …“ (Artikel Porsche Cayman GTS – all hell breaks loose)

Denkt man etwas länger über den Cayman nach, merkt man doch recht bald, dass auf mehrere Jahre gedacht die Investition in den teuren kompakt Sportler vielleicht nicht so sinnvoll erscheint, wenn man für deutlich weniger Geld gebrauchte 911er aus den Modelljahren 2009-2012 bekommt und diese vom Werterhalt deutlich stabiler erscheinen als die Cayman. Stellt sich die Frage, ob ein 7 Jahre altes Auto besser ist als ein gerade neu erschienenes?

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Mk2 bringt geänderte Rückleuchten – dieser S hat keinen störenden Scheibenwischer am Heck

Mit dem 997  hatte Porsche 2004 nach dem Spiegeleier 996 den Fans wieder einen richtigen 911 geliefert, der spätestens ab der zweiten Modellgeneration (Mk2 ab 2009) zu den angeblich zuverlässigsten, alltagstauglichsten und besten Sportwagen gehört die man kaufen kann.

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In 2004 bringt der 997 alte 911er Tugenden zurück

Die letzten 9 Monate habe ich nun damit verbracht herauszudestillieren welches der ideale 997 wäre.
Hier meine „must have“ Liste:

  • Carrera S mit 385 PS und dem Direkteinspritzer 6-Zyl. Boxer
  • PDK
  • Tempomat
  • PASM
  • Xenon
  • Porsche Approved

Die Begründung für die Liste ist einfach – damit der 911er genauso viel Spass macht, braucht man ein paar mehr PS als beim Cayman GTS, die Möglichkeit das Fahrwerk von Sport auf Normal anpassen zu können und PDK mit Tempomat für die Anreise zum Berg 😉

Interessanterweise ist die Auswahl in der Schweiz via AutoScout24.ch, was diese Wunschausstattung angeht, vergleichbar mit der bei Mobile.de für Deutschland. Ein Import muss es also nicht sein. Der hier gefahrene 911er erfüllt die Kriterien zu 100%, als einziges „Extra“ fehlt der Sportauspuff mit Klappen, aber das kann man verschmerzen. Nach nun ein paar Wochen der Suche und etwas Glück, habe ich diesen basaltschwarz metallic Wagen bei einem Porsche Zentrum in Zürich gefunden.

Das Fahrzeug präsentiert sich insgesamt in gutem Zustand und ist mit Zulassung in 12/2009 sowie 65.000km auf der Uhr auch noch vergleichsweise günstig. Der 911er soll 59.500 CHF kosten inklusive der Porsche Approved Garantie für 1 Jahr (die man noch um 2 Jahre erweitern kann).

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Innenraum aus den 2000er Jahren – sieht man, stört aber beim Fahren nicht

Der Innenraum kann nicht ganz verbergen, dass er aus den 2000er Jahren stammt, ist aber dennoch gut verarbeitet und die Ergonomie stimmt noch heute (von den PDK Schaltknöpfen mal abgesehen). Die Sportsitze nehmen auch breitere Hintern auf und bieten guten Seitenhalt – sind aber auch für längere Strecken sehr bequem. Schade, dass der Vorbesitzer nicht die Vollleder Ausstattung gewählt hat, das würde den Innenraum nochmals deutlich aufwerten.

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Sportsitze in Leder sind dabei – Vollleder am Armaturenbrett fehlt hier – dennoch hochwertig verarbeitet

Optisch stimmt das äußere Gesamtbild vom 997 Mk2. Klassische 911er Zitate, filigranere Rückleuchten und Standlichter als beim Mk1 sehen selbst nach vielen Jahren noch modern aus.

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Der MkII hat LED für Brems-, Blinker- und Standlicht. Xenon ist Serie, Kurvenlicht gab es als Option.

Das 19-Zoll Carrera S II Rad und die in Rot lackierten Bremssättel runden den Gesamteindruck ab.

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Rote Bremsen gibt es ab Werk nur für die S-Modelle

Serie beim S – das 4 flutige Abgassystem, welches den S deutlich von den Basis Carreras abhebt.

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Carrera S mit 4 Rohren am Heck

Leider hat der Vorbesitzer den Klappenauspuff nicht bestellt (könnte man für ein paar 1000 CHF aber nachrüsten…), dennoch bietet der Carrera S guten Sound aus dem Heck und macht Laune schon im Stand. Lästige Vibrationen halten sich dabei auch in kaltem Zustand weitgehend zurück und der 911er bleibt an Roten Ampeln manierlich. Insgesamt kann man den 11er sehr unauffällig durch die Stadt bewegen. Es fällt trotz der Leistung nicht schwer, die 50 km/h zu respektieren. Brav wie im Kleinwagen bewegt man sich durch die Stadt, das PDK hilft dabei mit frühem Hochschalten mit. Dank seiner kompakten Abmessungen und verhältnismässig guter Übersichtlichkeit sind selbst enge Stellen, ohne Sorgen zu bewältigen. Kein Vergleich zu dem in Zürich auch nicht gerade seltenen Lambos und Ferraris dieser Welt – damit fällt man auf, egal ob man es will oder nicht!

Hat man das Ortsschild passiert zeigt der Porsche sein anderes Gesicht. Mit einem kurzen heftigen Tritt auf das Gaspedal liefern Doppelkupplungsgetriebe, 6-Zylinder Boxer und Hinterachs-Differenzial die 385 PS und 420 Nm sowas von Ansatzlos aus, dass es einem die Mundwinkel in null Komma nix nach oben drückt. Dabei veranstaltet der Boxer im Heck angemessenes Spektakel und das Fahrwerk verlangt nach der ersten Kurve. Dank der sehr präzisen Lenkung lässt sich diese exakt anpeilen. Das Anbremsen könnte noch etwas zackiger gehen, vielleicht bin ich aber auch nur zu zaghaft unterwegs. Ist der Scheitelpunkt passiert, beginnt da Spiel von PDK, Motor und Hinterachsdifferenzial von Vorne. Die Mundwinkel sind zwischenzeitlich Oben fest getackert und mit jeder Kurve steigt das Vertrauen in das Fahrwerk und den Antrieb des 911er. Emotion auf kurvigen Landstrasse ist auf Augenhöhe mit dem Cayman GTS und bei der Performance muss sich das 7 Jahre Motor nicht verstecken!

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Ab Modelljahr 2009 gibt es den Benzindirekteinspritzer mit 385 PS im 997 S

Der grosse Vorteil vom 2009er 911 Carrera S ggü. dem radikaleren Cayman GTS aus 2015 ist ganz klar sein wesentlich harmonischeres Fahrverhalten im Reisemodus auf der Autobahn. Dank Tempomat und PASM mit Modus „Normal“ sind auch längere Strecken sehr gut verträglich. Die kompromisslose Härte des GTS geht dem Carrera S ab, ohne dabei die Kurvenfähigkeit zu reduzieren. Insgesamt fallen auch die Geräusche bei 120 km/h angenehm ruhig aus und eine Unterhaltung ist möglich – der Boxer Motor hält sich, im als Schongang ausgelegten 7ten Gang des PDK, angenehm zurück. Und wenn es dann doch mal die Notwendigkeit oder das Verlangen nach Power gibt – sie lauert allzeit sprungbereit im Heck! Mit 4,5s von 0-100km/h und 300 km/h top speed muss man sich um ausreichend Vortrieb in allen Lebenslagen keine Gedanken machen.

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Andere Autofahrer haben häufig Gelegenheit diesen Hintern anzuschauen…

Insgesamt trägt auch in dem Carrera das PDK maßgeblich zur Wandlungsfähigkeit bei. Das Spagat von GT like cruisen zu GP like racen gelingt dank dem Zusammenspiel von 7 Gang Doppel-Kupplungs-Getriebe von ZF, PASM-Sportfahrwerk mit 20 mm Tieferregung inkl. mechanischer Hinterachs-Quersperre und 380 PS Boxer hervorragend. Puristen werden den Handschalter bevorzugen – Leute die einfach, schnell und sicher präzise Fahren wollen das PDK mit Sport Chrono Plus. Denn dort kann man seinen GT in ein GP Auto verwandeln – mit einem Knopfdruck auf „Sport“!

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So would you buy one – yes!
Der Porsche 997 Carrera S in seiner zweiten Generation verbindet Grand Prix und Grand Turismo Feeling, mit einer gelassenen Alltagstauglichkeit die absolut beeindruckt. Jeder gefahrene Kilometer, jede Kurve, jede Beschleunigung bereiten unheimlichen Spass! Gleichzeitig hat der 997 S die Chance auf sehr guten Werterhalt in der Zukunft, gilt er doch als „nah am original Porsche“ und verfügt über solide Technik. Damit gewinnt er den direkten Vergleich mit dem jüngeren Cayman GTS.

BMW i3 – Energie

21. November 2015 von iviz

Der 530xd muss in die Werkstatt, da neue Bremsbeläge und -scheiben hinten fällig waren, als Ersatzwagen wird mir ein i3 ohne Range Extender angeboten. Ich hatte mir den i3 in der BMW Welt in München schon mal angeschaut – damals fand ich den Innenraum arg klein – diesmal lasse ich mir mehr Zeit und erkunde den Stromer.

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100km weiter kommt man mit dem i3 – dann muss man nachladen!

Erster Eindruck, des in der höchsten Ausstattung vor mir stehenden i3 – sehr hochwertig, vorne sitzt man extrem luftig und hell. Hinten deutlich enger, aber nicht unbequem. Unser MaxiCosi passt auf die Rückbank und davor kann man auch noch sitzen.

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Sieht interessanter aus als es praktisch ist – Türkonzept des i3 – ausreichend Platz auf der Rückbank für kurze Strecken.

Um den Kindersitz ins Auto zu bekommen muss man ihn allerdings erstmal durch die gegenseitig öffnenden Türen bringen – was in engen Parklücken wegen der Schliessabfolge (erste die vordere Türe auf, dann geht auch die hintere Tür auf) nicht ganz einfach ist. Insgesamt überzeugt das Türkonzept mich nicht – eher umständlich und unpraktisch. Wieso BMW hier nicht auf Schiebetüren gesetzt hat, ist unverständlich – das wäre passend für dieses Auto gewesen!

Hinsichtlich Bedienung, Qualität und Verarbeitung braucht sich der i3 nicht zu verstecken, alles im „grünen“ Bereich.

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Bedienung gewohnt gut, Verarbeitung gut und Rundumsicht gut

Der als Mini-Van gehaltene Aufbau und die hohe Sitzposition bieten eine sehr gute Übersichtlichkeit. Beides geht aber zu Lasten von quer Dynamik. Schnelle Kurven kann der i3 zwar, die Insassen finde das aber schnell nervig. Die Federung ist insgesamt straff abgestimmt, bietet aber für normale Strassenverhältnisse ausreichend Komfort.

Die echte Stärke des i3 ist aber sein Elektroantrieb – das Drehmoment liegt natürlich sofort an und erlaubt Sportwagen ähnliche Sprints von 0 auf 70 km/h, insgesamt spielt der i3 bis 120 km/h auf der gerade den Dynamiker und überrascht damit so manchen Autofahrer auf der Schweizer Autobahn!

Die Reichweite hingegen ist eher enttäuschend – 100km zeigt die Reichweite beim ersten Start mit vollen Batterien an. Nach einem Tag inkl. paar km Arbeitsweg, einer Spritztour über die Autobahn, einem mini Anstieg im Berg und zurück sind es nur noch 40km Restreichweite (gefahren insgesamt 30km). Das Laden gelingt an der heimischen Steckdose über Nacht unkompliziert. Dann zeigt der i3 120km Reichweite an, die aber schon nach nur wenigen Metern bei Temperaturen nahe Null wieder auf 100km gefallen sind. Längere Fahrten zu entfernten Ziele sind also kaum möglich, der i3 in der Form ist ein reines „Stand & 40km Umkreis“ Auto, welches sich für Pendler (ohne Kostenbewusstsein) oder als zweit Wagen eignet.

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Das Design fällt auf – dem i3 schauen viele Leute nach.

In Anbetracht dieser Einschränkung sind 53.520 CHF Neupreis schon etwas heftig – selbst als Vorführer mit 5000km auf der Uhr sind es noch 43.900 CHF!!!

Stellt sich für mich die Frage – ist das die Zukunft vom Fahren?
Wenn ja – dann ist das doch eher langweilig, irgendwie fehlt etwas – kein Sound, wenig Emotion, wie ein Gummi-Band beschleunigt der i3, vermag aber nicht mal, bis zur nächst grösseren Stadt und zurück zu fahren.
Sicher – wer schon heute ein Auto eher als „Gebrauchsgegenstand“ ohne besonderen Wert sieht, der wird bei massiv erhöhter Reichweite und angepasstem Preis auch sicherlich zum Elektroauto greifen – aber im Moment – wieso sollte man? Irgendwie erinnert der i3 and den Audi A2 – ein Auto welches seiner Zeit weit voraus ist!

So would you buy one – well,  no – Nein, wenn man kein anderes Auto hat und ja wenn man für lange Strecken schon ein geeignetes Fahrzeug hat, 45.000 CHF übrig hat, Kraftwerkbetreiber ist oder gerne Bus, Bahn oder Flugzeug für auch nur kleinere Entfernungen >100km nutzen will… also Nein.

 

Porsche Cayman GTS – all hell breaks loose

23. Mai 2015 von iviz
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Cayman GTS mit geänderter Front und grossen Felgen.

Zugegeben es ist etwas verrückt; da habe ich gerade erst den 530xd gekauft und nun mache ich einen Probefahrt mit einem Cayman GTS… es war auch mehr Zufall, nach einer hitzigen Diskussion im Büro über Sportwagen, musste ich mal ein paar Fakten schaffen.

Erstaunlich und etwas unerwartet hat das Porsche Zentrum direkt eine Probefahrt angeboten, ohne Nachfrage. Respekt Porsche!

Ursprünglich wollte ich eigentlich nur eine Cayman S fahren, doch der Verkäufer informierte mich, dass Sie fast nur noch GTS verkaufen, daher auch nur solche verfügbar haben. Also… rein in das Geschoss mit 340PS als Mittelmotor, Heckantrieb und Sportfahrwerk. Um übrigens eine Frage gleich vorweg zu beantworten, das gefahrene Modell als Vorführer mit 7500km auf der Uhr soll noch 89.000 CHF kosten – im Vergleich zu den anderen Ausstellungsfahrzeugen fast schon ein Schnäppchen. Unter 120.000 CHF wird es da schon schwierig!

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Schokoladenseite des 911er…

 

Womit wir eigentlich bei dem zweit grössten Nachteil des Cayman wären – er hat einfach kein 911er Heck… welches in der aktuellen Generation einfach genial aussieht!

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Ok – kommt aber mit der 911er Optik nicht mit!

 

Die Verarbeitung und das Cockpit sind hingegen über jeden Zweifel erhaben. Die Sitzposition ist zwar tief aber sehr gelungen, die Sitze selbst für „breitere“ Hintern geeignet. Das Lenkrad mit Alcantara Bezug liegt hervorragend in der Hand und verbreitet Sportwagenfeeling schon im Stand. Übrigens, auch noch wichtig, man sieht auch als unsportlicher Mensch nicht aus wie ein Affe beim Ein- und Ausstieg aus!

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Verarbeitung und Ergonomie sind über jeden Zweifel erhaben!

 

Noch sind wir keinen Meter gefahren… Schlüssel rein, umdrehen… ein Schauer läuft über den Rücken! Der Sportauspuff Sound ist genial. Egal ob mit oder ohne „Sport plus“ Modus… 100% Emotion, erneut Respekt Porsche!

Wer schon immer mal wie in Top Gear im Tunnel die Scheiben runterlassen wollte beim Beschleunigen… der Cayman GTS mit Swisspackage hat die richtigen Anlagen dafür – einfach geil!

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Kleiner Kofferraum, Motor und jede menge Sound finden sich unter der Heckklappe

 

Soviel zum Sound – der übrigens bei 120km/h auf der Autobahn auch schon recht präsent ist, Unterhaltungen sind offenbar nicht erwünscht! Womit wir ehrlich gesagt auch schon beim grössten Nachteil des Cayman GTS sind – dieser mit Sportfahrwerk und ohne Dynamische Dämpfer, er ist halt in allen Lebenslagen hart gefedert. Querfugen auf der Autobahn, Gullideckel, Schlaglöcher. Wer mit dem Cayman GTS entspannt in die Berge will und dafür mehrere 100km Anreise hat, wird sich etwas mehr Komfort wünschen, in den Bergen angekommen zeigt sich dann die positive Kehrseite der Medaille. Die zwei Kofferräume (ein grosser vorne, ein kleiner hinten) erlauben übrigens die Mitnahme von ausreichend Gepäck für ein Wochenendtrip für zwei!

Zurück zum Fahrwerk… Strassenlage für Kurvenfahrt, über jeden Zweifel erhaben – einfach genial. Motorleistung mit 340PS Benziner (noch ohne Turbo) ist einfach genial, im Sport Plus Modus wird knallhart bis zum Begrenzer gedreht, ohne Ansatz geht es los und in allen Geschwindigkeitsbereichen ist der Vortrieb atemberaubend. Der zugehörige Sound erinnert an Le Mans Rennwagen und macht einfach Laune. Das Mittelmotorkonzept blitz in engen Kehren und Vollast am Kurvenausgang mit leichten Heckschwenks (eingebremst vom ESP) auf. Traktion ist in dem Auto in der Tat wieder ein Thema, es ist einfach immer genug Leistung da um die Räder an die Grenzen der Haftung zu bringen. Wer nun übrigens glaubt, er müsste den Porsche als Schaltwagen kaufen um sportlich zu fahren – den kann ich nur belächeln. Das Doppel-Kupplung-Getriebe ist unglaublich, die Gänge werden bei Bedarf derart sportlich geschaltet, dass es wohl kaum ein normaler Hobbyrennfahrer besser kann!

Die Bremsen packen sehr gut zu und lassen sich präzise zum Anbremsen an den Scheitelpunkt einer Spitzkehre aus >90km/h 😉 nutzen. Der Cayman GTS verleitet zum schnellen Fahren, langsam geht einfach nicht – die Beschleunigung macht süchtig, der Sound wirkt wie eine Droge die direkt auf den rechten Fuss wirkt. Respekt Porsche! War ich beim letzten mal 911er Cabrio noch enttäuscht von Vibrationen des Motors, agiert der Boxer im Cayman hingegen im Stand recht vibrationsarm und mit start-stopp kommt fast schon etwas von „Sparwillen“ auf.

So would you buy one? Hell, yes – unglaubliche Performance, unglaublicher Spass, allerdings sollte man sich die dynamischen Dämpfer gönnen und auch das Doppelkuplungsgetriebe – sonst wird der Spass recht schnell nervig. Wer auf die Optik vom 911er verzichten kann, der findet hier den idealen Rennwagen für den Hobbysportfahrer und vermutlich einen günstigen Klassiker!

Erste Fahreindrücke vom 530xd

23. Mai 2015 von iviz
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530xd und der letzte Schnee in Arosa CH

Die ersten Kilometer im neuen (gebrauchten) 530xd sind absolviert, Zeit für eine erste Bilanz, ob sich die Erwartungen erfüllt haben?

Der allgemeiner Zustand bei 100.000km und 3 Jahren ist sehr gut. Man merkt dem 5er die ersten 3 Jahre seines Lebens nicht an. Wer nicht ganz genau hinschaut, meint einen jungen Gebrauchten vor sich.

Das Fahrwerk mit seinen unterschiedlichen Mode (ECO Pro, Comfort Plus, Comfort, Sport und Sport Plus) bietet eine guten Strassenlage für alle Gegebenheiten. Dabei fällt auf, dass der Fünf trotz seiner Größe und seines Gewichts, gerade im Sport und Sport Plus modus durchaus flink um Kurven zu scheuchen ist (sportliche Gangart nach Arosa CH und über Luziesteig gab Möglichkeit zur Überprüfung). Auf langen Strecken erweisen sich ECO Pro und Comfort Plus als sehr angenehme Einstellung. Windgeräusche sind übrigens kein Problem – bis 200 km/h herrscht einfach nur Ruhe.20150422_184604_Volksgarten St

Sehr positiv fällt auch das Abstandsregeltempomat auf, nicht nur führt es zu einer sehr ruhigen Fahrweise, es erweist sich auch im Stop&Go Verkehr als echte Entspannungshilfe. Selbst schlechtes Wetter (starker Regen) konnten dem System bisher nichts anhaben. Fehlerkennungen waren bisher nur auf Landstrasse mit Abbiegerspuren zu erkennen. Hier wird gelegentlich stark abgebremst, weil das System nicht erkennt, dass der Vordermann schon auf der Abbiegerspur ist.
Der Motor mit seinem 258 PS geht bis 120 stürmisch zur Sache, der Allrad sorgt dabei für sehr gute Traktion auch auf feuchter Strecke und das Getriebe schaltet ohne Rucken. Von 120 bis 200 km/h schiebt der 530 standesgemäss vorwärts und überwindet den Gegenwind ohne grosse Mühe. Reisegeschwindigkeit 200 km/h, kein Problem – leise und ohne grosses Aufsehen bewegt sich das Schiff über die Autobahn. Ab 200 km/h wird es dann etwas zäher – wobei das Jammern auf hohem Niveau ist.  Erfreulich ist auch, dass BMW dem Reihen-6-Zylinder den Sound nicht abgewöhnt hat, dreht man hoch verwöhnen die 6 Töpfe mit fast schon sportlichem Klang.

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Etwas nervig ist auch hier die Start-Stop Automatik – zwar funktioniert die deutlich besser als z.B. bei Citroen – dennoch beunruhigt manchmal das ruppige Anfahren nach einen kompletten Stop, als würde die Bremse nicht rechtzeitig lösen. In Kombination mit Auto-Hold und Abstandsregeltempomat kommt es ausserdem gelegentlich dazu, dass man ungewollt im Stop&Go losfährt, da man zu früh den Fuss ans Gaspedal setzt. Dank einem Software-Update durch den örtlichen BMW Händler, hat sich hier gefühlt aber auch etwas getan.20150422_184523

Positiv fällt dagegen das I-Drive auf – an die etwas geänderte Bedienung hat man sich schnell gewöhnt. Musik CDs werden flink auf die interne Platte gezogen, iPOD spielt ohne grosse Probleme und iPhone/Samsung Bluetooth Verbindung ist gar kein Problem.

Nicht ganz so begeistert bin ich von Connected Drive – nicht nur will BMW für 1 Jahr 199 Euro – nein es geht auch nicht in der Schweiz. Eigentlich unverständlich, dürfte doch einige deutsche Kunden auch mal in die Alpen mit dem BMW fahren?!? Hier muss ich mich bei Gelegenheit etwas genauer informieren, ggf. gibt es einen Ausweg.

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RDC – schwierige Geburt!

Weniger Begeisterung gab es in Bezug auf die Reifendruck-Sensoren. Da nicht ordnungsgemäss verbaut, sorgten diese für einen dreitägigen Werkstattaufenthalt. Offenbar ist es hier besonders wichtig, dass man auf die Teilenummer der Elektronikmodule achtet – andernfalls streikt das System. 36106798872 ist gültig ab 03/2014 (laut Leebmann24.de) – für Fahrzeuge davor ist hingegen  36106856227 die korrekte Nummer. Etwas traurig, dass weder BMW Händler noch mein freier Importeur zu der Diagnose fähig waren und ich das selber recherchieren durfte.

In den nächsten Wochen muss ich mich dann mal mit der Auswahl einer geeigneten BMW Werkstatt in der Umgebung (die letzte hat nicht gerade geglänzt!) sowie dem Kauf von Winterrädern beschäftigen.

Bleibt die „modifizierte“ Frage – so, would you buy one again?

Yes, Preis-Leistung sind super, Komfort und gelegentliche sportliche Bedürfnisse werden super erfüllt, Beladung und Ausstattung ohne Zweifel ausreichend. Mal schauen wie sich die Unterhaltskosten entwickeln.

Import in die Schweiz ohne Probleme – 530xd ist da

03. Mai 2015 von iviz

Anfang April hatte ich den Kaufvertrag unterschrieben und am 22.04.2015 war es dann endlich so weit – der Neue steht vor mir. „Neu“ trifft es ehrlich gesagt auch, dem BMW 530xd Touring merkt man die 100.000km und 3 Jahre erst auf den dritten Blick an.

Erste Ausfahrt mit dem 530xd führt nach Arosa (CH)

Erste Ausfahrt mit dem 530xd führt nach Arosa (CH)

Hatte ich mich vorher lange damit beschäftigt, wie ich ein Fahrzeug aus Deutschland in die Schweiz importiere, so gestaltete sich diese Übung dank dem Händler in Liechtenstein recht einfach. Als Paketpreis wird dort die Überführung, Verzollung, Aufbereitung und  die MFK Vorführung angeboten. Gezahlt wird ein fixer vorher vereinbarter Preis in CHF – die Vor- und Nachteile dieser Lösung kurz im Überblick:

Vorteile:

  • Kaufvertrag wird mit Schweizer/Liechtensteiner Händler geschlossen, damit haftet er (theoretisch) bei fehlender Ausstattung oder falschen Angaben des Verkäufers in Deutschland.
  • Transport und Verzollung übernimmt der Händler, keine Behördengänge notwendig.
  • Abwicklung der MwSt. Rückerstattung mit dem deutschen Händler fällt nicht an – ich zahlte in CHF verzollt, importiert und fertig.
  • Es muss auch kein Geld vorausbezahlt werden.
  • Zulassung für die Schweiz incl. MFK Vorführung macht der Händler.
  • Händler prüft vor kauf Historie des Fahrzeugs, einfach mehr Erfahrung im Aufspüren von schwarzen Schaafen als ich – in meinem Fall sind einige Fahrzeuge durchgefallen.
  • Auswahl in DE ist deutlich grösser als in CH (Ausstattung, Farben, Motorisierung), damit sind die Gebrauchtwagenpreise niedriger.
  • Danke CHF Kurs um 1,05 Euro und generell günstigeren Preisen in DE ergibt sich ein ordentlicher Vorteil ggü. dem CH Preis bei vergleichbarem Fahrzeug.

Nachteile:

  • Probefahrt ist vorher nicht wirklich möglich.
  • Fahrzeugsuche im Internet muss man immer noch selber machen, da die Anfragen zur Zeit offenbar so zahlreich sind, dass die Zeit etwas knapp wird ausführlich für den Kunden zu suchen. War für mich danke mobile.de aber nicht wirklich schwierig.
  • Kostenvorteil des Imports wird teilweise durch „Verdienst“ des Importeurs geschmälert, in meinem Fall bleiben ca. 4-5.000 CHF Preisvorteil ggü. vergleichbarem CH Fahrzeug.
  • Keine Garantie vom Importeur, es gelten nur die Herstellergarantien.
  • ConnectedDrive funktioniert in der Schweiz mit einem deutschen Fahrzeug nicht… harhar

Insgesamt bin ich mit dem Resultat der Suche und der Überführung in die Schweiz sehr zu frieden. Mein Importeur hat auch noch die fehlenden Reifendruck Sensoren nachgeordert und wird diese kostenlos einbauen, genauso die noch fehlenden ISO-Fix Abdeckungen an der Rückbank.

Fazit: Bisher kann ich den Import mit Hilfe eines lokalen Händlers nur empfehlen. Insbesondere bei hochpreisigen Fahrzeugen lohnt sich der Import – auch bei Jahreswagen / Vorführer etc. fährt man günstiger. Die Schweizer OEM Importeure haben aber nachgezogen und bieten erneut heftige „Euro-Rabatte“ an – so dass man die Zeit aufbringen sollte, zu vergleichen.

CITROËN C4 Picasso BlueHDi 150 EAT6 im Langstreckentest

12. April 2015 von iviz

DSCN2201Für eine sehr lange Strecke über die Ostertage haben wir uns mal wieder bei Sixt einen Mietwagen geholt – der 5er ist ja noch nicht da.

Sixt hatte mir die Wahl gelassen, zwischen einem Mazda 6 Kombi und dem ganz neuen C4 Picasso mit Automatik und Diesel. Der Mazda wäre mit Abstandregeltempomat, dafür nur als Benziner und Schalter zu haben gewesen. Die Wahl viel damit auf den C4.

Der C4 Picasso BlueHDI 150 kommt in der aktuelle Generation endlich mit einem vernünftigen Automatikgetriebe welches die Kraft des 4-Zylinder Diesel über 6-Fahrstufen auf die Strasse bringt. Das gefahrene Modell ist reichhaltig ausgerüstet. Neben Europa Navi, Multi-Media/iPOD Schnittstelle und Tempomat, ist auch noch eine gute Kilmaautomatik, ein Park-Automat und Toter-Winkel-Warner Teil der Liste. Lies den Rest des Artikels »

What’s next? – 530d xDrive Touring!

03. April 2015 von iviz

Die Kaufentscheidung hat sich dann doch schneller als geplant erledigt. Basierend auf meiner vorhergehenden Argumentation habe ich mich dann doch für einen premium Kombi vom Gebrauchtwagenmarkt entschieden. Natürlich liegt er etwas über dem Budget – dafür mit weniger Kilometer und besserer Ausstattung ;-).

Quelle bmw-procar.de

530xd Touring in Sophistograu II Brillante metallic Bild Quelle bmw-procar.de

Den BMW 530xd Touring mit 102.000km auf der Uhr und Erstzulassung von 01-2012 in Sophistograu II Brillante metallic mit schwarzem Leder Dakota habe ich bei ProCar in Köln gefunden. Wer auch immer dieses Fahrzeug End 2011 konfiguriert hat, war recht grosszügig beim Anclicken – es fehlt kein wichtiges Detail auf der langen Liste. BMW Deutschland hat im Jahr 2012 dafür sicherlich um die 80 T Euro laut Liste aufgerufen, kein Pappenstiel also. Heute „nur“ noch 35.000 Euro und damit billiger als ein neuer Skoda Octavia Kombi mit 180 PS Diesel. Jetzt hoffe ich mal auf einen reibungslosen Import in die Schweiz – dazu irgendwann mehr.

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Kleiner Nachteil ggü. 535d Modellen – Auspuffrohre nur Links, sieht aber trotzdem gut aus. Bild Quelle bmw-procar.de

Mit 258PS und 560Nm Drehmoment ist der 5er standesgemäss motorisiert, ein weiteres Mal konnte ich damit den 4 Zylinder umschiffen und verlasse mich auch künftig auf einen Reihen-Sechszylinder ;-). Ich hoffe der Kofferraum mit seinen 560-1670 Litern machen die Bayern zur geeigneten Familien-Renn-Schüssel. Die Anhängerkupplung erlaubt zusätzlich auch noch die Montage eines Fahrradträgers… bestens vorbereitet also. Danke dem 70 Liter Tank sind mit einem prognostiziertem sprintmonitor.de Verbrauch von um die 8,05 Liter auch Reichweiten über 700km mit einer Tankfüllung drin. Dank xDrive sollten so verschneite Berge in den Schweizer Alpen auch Ihren Schrecken verlieren.

Besonders freue ich mich auf die Kombination aus 8-Stufen Automatik, 560Nm, ACC, Head-Up-Display und Komfortsitze.

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Dynamik und Adaptive Drive tragen zur Sportlichkeit bei Bild Quelle bmw-procar.de

Ausstattungs-Details:

Antrieb, Fahrwerk:
Adaptive Drive
Dynamic Drive
Automatic Getriebe Steptronic
Dynamische Dämpfer Control
Dynamische Stabilitäts Kontrolle (DSC)
Servotronic

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Xenon mit Kurvenlicht Bild Quelle bmw-procar.de

Umwelt, Sicherheit:
Adaptives Kurvenlicht
Aktiver Fussgängerschutz
Auto Start/Stop Funktion
Brake Energy Regeneration
Diesel Partikelfilter
Dynamische Dämpfer Control
Fahrerlebnisschalter incl. ECO PRO
Innenspiegel automatisch abblendend
Kopfairbag
Nebelscheinwerfer
Reifen Druck Control
Scheinwerfer-Waschanlage
Tagfahrlicht über Lichtmenü einstellbar
Xenon-Licht für Abblend- und Fernlicht

Komfort, Innenausstattung:
Ambientes Licht
Automatische Heckklappenbetätigung
Fensterheber, elektrisch
Fußmatten in Velours
Innen- und Außenspiegel automatisch abblendend
Interieurleisten schwarz hochglänzend
Klimaautomatik mit 4-Zonenregelung
Komfortsitze vorn elektrisch verstellbar
Komfortzugang
Lordosenstütze für Fahrer und Beifahrer
M Lederlenkrad mit Multifunktion
Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer
Sonnenschutzrollo für hintere Türseitenscheiben mechanisch
Standheizung
Zusätzliche 12-V-Steckdosen
Gepäckraumpaket
BMW Individual Dachhimmel anthrazit

Fahrerassistenz:
Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop&Go-Funktion
Head-Up Display
Park Distance Control (PDC) vorne und hinten
Speed Limit Info

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Navi Prof., 8-Stufen Automatik Bild Quelle bmw-procar.de

Multimedia:
BMW Assist – Notruf, Auskunftsdienst, Pannenhilfe BMW
BMW Online mit E-Mail-Adressen / Parkplätzen/Börse/RSS-Feeds/Wetter/Hotels
BMW TeleServices
Erweiterte BMW Online Information
Instrumentenkombination mit erweiterten Umfängen
BMW Internetzugang
Bordcomputer
Music-Schnittstelle für Smartphones
Navigationssystem Professional mit integrierter Handyvorbereitung Bluetooth
Sprachsteuerung
USB / Audio Interface

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18″ mit 328 Design machen sich gut am Touring Bild Quelle bmw-procar.de

Exterieur:
Anhängerkupplung mit schwenkbarem Kugelkopf
Dachreling Aluminium satiniert
18“ Leichtmetallräder V-Speiche 328
Bereifung mit Notlaufeigenschaften

Die gezeigten Bilder sind entnommen aus der original Anzeige der ProCar auf mobile.de.

What’s next? – Kaufentscheidung 2015

30. März 2015 von iviz

2015 wird das Jahr in dem das 3er Coupé einen Nachfolger bekommt! Wie in allen Jahren davor ist die Entscheidung  nicht gerade einfach, die Auswahl hat ja nicht abgenommen. Zunächst wollen wir aber mal die Rahmenbedingungen abstecken.

Das neue Auto muss 2 Erwachsene plus Klein-Kind sicher und komfortabel transportieren, darf nicht mehr als 35.000 Euro kosten, weniger als 120.000km haben und soll nach 2011 zugelassen sein. Ausstattung absolutes Minimum; Xenon, Tempomat, Automatik, Sitzheizung – schön wäre Abstand-Regel-Tempomat (ACC) und Ledersitze zusätzlich. Neben Allrad ginge auch noch Frontantrieb, reiner Heckantrieb kommt auf Grund der Umgebung nicht mehr in Frage.

Nun kann man mit diesen Parametern in die mobile.de Suche einsteigen und findet eine Menge interessanter Kandidaten. Von Skoda Octavia, Seat Leon ST über Audi A6, BMW 5er, Mercedes E-Klasse, Mazda 6 und Opel Insignia ist alles dabei. Natürlich sind auch A4, 3er und C-Klasse, aber auch Volvo mit XC60, V60, V70 und XC70 dabei. Volkswagen bietet mit ACC Passat und Golf Variant… noch Fragen?

Nun stellt sich die klassische Frage – lieber neues Fahrzeug oder ein gebrauchtes Premium Modell? Beispiel Skoda Octavia, den gibt es mit ACC als 180PS starkes Diesel-Sportmodell, welches wie eine Probefahrt gezeigt hat, wirklich ein gutes Auto ist – für um die 34.000€ als Vorführwagen mit keinen 15.000km auf der Uhr. Für die gleiche Summe kann man aber auch eine 530xd Touring mit ACC, Leder, Navi,…. Vollausgestattet kaufen, dann natürlich von Anfang 2012 und knapp 120.000km auf der Uhr. Die Neuwagen Fans werde jetzt sagen, uhhh… so viele Kilometer und schon bald 4 Jahre alt… die Gebrauchtwagen Fans werden sagen… Wertverlust ist weg, Auto sieht wie neu aus… kaufen!

Schaue ich auf meine eigene Erfahrung mit dem 3er, dann hatte der eigentlich keine wesentliche Reparaturen über 120.000km mehr, ganz normale Wartung. Blicke ich zu Familie und Freunden, dann sehe ich z.B. Audi Q5 mit deutlich über 100.000km ohne jegliche Schwierigkeiten. Schaut man sich die auto motor und sport Berichte zur Langzeitqualität deutscher premium Modelle an, dann spielen die alle auf sehr hohem Niveau.

Bei dem Skoda darf man davon ausgehen, dass er innerhalb von 4 Jahren mindestens 50% Wertverlust hinnehmen wird, wären also gute 17.000 Euro. Der BMW dürfte weniger verlieren, den massiven Verlust vom Neupreis (>70.000 Euro) hat er schon hinter sich. Rechnet man jedes Jahr mit einem Abschlag von 10% auf den laufenden Restwert, dann sind es gerade mal 11.700 € die sich in Luft auflösen. Es bleiben also gut 5.300 Euro für Reparaturen und die Möglichkeit mit weit mehr PS und Zylindern durch die Gegend zu fahren als im Skoda.

Natürlich tut es auch ein gebrauchter Passat aus der letzten Generation, auch hier gibt es einige 2.0 TDI mit ACC – das selbe Rechenspiel macht den Passat aber nicht billiger als den BMW, Audi oder Mercedes.

Natürlich sind auch echte Familien Autos wie Land Rover Discovery, Volvo XC90 oder VW Sharan bzw. Seat Alhambra interessante Alternativen, wobei hier die Auswahl meist noch kein ACC zulässt oder die Fahrzeuge sich nicht ganz an die gewünschten Parameter halten – Kilometer, Alter, Preis oder Ausstattung, irgendwas stört immer. Abgesehen davon war die Probefahrt mit einem Sharan kein besonderes Highlight, da schon eher etwas mehr Geld und kein ACC für einen Land Rover Discovery 7-Sitzer akzeptieren.

Erst kürzlich habe ich sogar nach einem Tesla Model S geschaut – nicht gerade billig, weder neu noch gebraucht, aber auch daran sieht man, die Auswahl ist wahrlich nicht begrenzt.

Es gestaltet sich also nicht einfach… bis Juni ist noch genug Zeit um den Traumwagen zu finden…

 

 

Mercedes – E 220 CDI T-Modell – Last oder Lust?

22. März 2015 von iviz

Car PicsDer deutsche Premium Kombi Markt wird in den letzten Jahren immer enger – nicht nur VW mit dem neuen Passat sonder auch Jaguar mit dem XF Kombi will etwas von dem Kuchen ab haben.

Da hat das Mercedes E-Klasse T-Modell als einer der längsten Marktteilnehmer fast schon etwas „Respekt“ verdient. Mercedes lässt sich diese lange Historie übrigens gut bezahlen – der hier gezeigte 220 CDI mit Automatik kostet mal eben 50.200 Euro Grundpreis ohne ein einziges Extra… die summieren sich dann schnell auf etliche 10.000 Euro, wenn man etwas unbedacht im Konfiguration auswählt. Autotests bestätigen hingegen immer wieder die unglaubliche Langlebigkeit der E-Klasse – also eine gute Anschaffung? Glauben wir es mal.

Car PicsEine der wesentlichen Tugenden neben Langlebigkeit ist auch bei dem aktuellen Modell das Platzangebot. Auf allen Plätzen sitzt es sich bequem und luftig. Der Kofferraum lässt so manchen SUV und VAN alt aussehen – da geht ordentlich was rein.Car Pics

Neben dem sehr guten Ladequalitäten der E-Klasse, taugt diese auch für lange Strecken. Dabei helfen die geschmeidige Federung, die guten Sitze und das niedrige Geräuschniveau. Insgesamt macht der Innenraum in seiner neusten Überarbeitung einen sehr soliden Eindruck, hier scheint es wirklich keine Stelle zu geben, die nicht mit hochwertigen Materialien bedacht wurde. Mercedes kommt hier offenbar wieder etwas näher an Audi ran und man nimmt er E-Klasse ab, dass Sie auch noch in 200.000km hochwertig daherkommt.Car Pics

Die Stuttgarter sind aber noch weit entfernt, wenn es um das digitale Auto geht. Das Command System kann nicht überzeugen und bietet auch in der neusten Version nicht den Bedienkomfort den Audi und BMW mit MMI und I-Drive anbieten.

Etwas enttäuschend ist auch der 220 CDI – die Fahrleistungen gehen in Ordnung, der Verbrauch ist aber nicht unbedingt berauschend – 8 Liter/100km waren es auf meinen 2500km.

Optisch versucht die E-Klasse etwas weicher als die Vorgängermodelle zu wirken.  So richtig stimmig wirkt das Design aber noch nicht – C-Klasse und S-Klasse zeigen, wie ein moderner Mercedes aussehen kann. In dem hier gezeigten Modell stört insbesondere der Fehlende Stern „auf“ der Motorhaube – wofür sonst Mercedes fahren??Car Pics

Die E-Klasse ist ein vernünftiger Premium-Kombi – das ideale Fahrzeug für einen Taxi-Unternehmer – was gleichzeitig der wesentliche Negativpunkt ist…. man fühlt sich doch immer irgendwie im Taxi :-(

So would you buy one... Well, yes –  wenn ich den Platz brauche, dann aber einen gebrauchten E 350 CDI 6-Zylinder und 4Matic, dann geht auch die E-Klasse in Ordnung, aber bitte mit Stern auf der Haube!

 

 

Neuer Passat – Kombi mit Premium Tendenz

14. März 2015 von iviz

Car PicsVolkswagen scheint mit dem Passat machen zu können, was sie wollen – es wird ein Erfolg, komme was da wolle.
Auch die neuste Version überzeugt mit sehr guter Verarbeitung und modernster Ausstattung.

Ich konnte zwar noch keinen Fahren – die Sitzprobe war aber schon recht überzeugend. Etwas erschrocken hat mich hingegeben das Design und der Preis. Beim Preis langt VW (zumindest in der Schweiz) so richtig hin – das gezeigte Modell sollte 75.000 CHF kosten, ein Wort für einen 4 Zylinder Diesel.

Das Design der Seitenlinie erinnert an BMW 5er und für VW fast schon etwas überzeichnet. Car PicsInsgesamt wirkt auch diese Version des Verkaufsschlagers und ewigen Testsiegers sehr hochwertig und gut Verarbeitet. Das neue Cockpit kommt im Vergleich zum Vorgänger etwas weniger konservativ daher. Car PicsDie quer laufenden Lamellen dürften für Leute mit „Staub-Wahn“ ein Albtraum sein – sieht aber nicht schlecht aus.

Auch an Ausstattungsmerkmalen mangelt es dem Variant nicht – alles was heute in der oberen Mittelklasse üblich ist, gibt es auch im Passat.

 

 

Car Pics

Car Pics

 

 

 

 

 

 

 

 

Land Rover Discovery 4 – Bequem von A nach B

02. November 2014 von iviz

Zugegeben – ich kann es nicht mit Bildern beweisen – aber ich habe kürzlich eine ausgiebige Probefahrt in einem Land Rover Discovery 3.0 SDV6 HSE gemacht.

Der silberne Riese mit seinem 2,6t Leergewicht und 3,2t Gesamtgewicht ist kein Erscheinung von ausgeprägter Dynamik – das will er auch gar nicht sein. Die Vorteil eines Disco sind ganz wo anders zu suchen, z.B. in der dritten Sitzreihe 😉

Mit 7 Sitzen ist Platz für viel Gepäck und viele Passagiere vorhanden. Selbst in der letzten Reihe sitzen Erwachsene mit 1,80m bequem und luftig! Das Raumgefühl welches der Land Roher einem vermittelt ist ausgezeichnet, nicht nur geräumige Sitzplätze, sondern auch in Sachen Rundumsicht. Durch seine kantige Karosserie ist das Raumschiff jederzeit gut abzuschätzen – wo die Kante zu sehen ist, hört das Auto auf – kein Vergleich zur kürzlich gefahrenen A-Klasse.

Über Fahrkomfort brauchen wir uns hier nicht zu unterhalten, die Luftfederung hat mit Unebenheiten kein Problem. Man merkt gerade zu, wie sich das Disco Fahrwerk über normale Autobahn und Landstrassen langweilt.  Der Motor spielt mit 256 Diesel PS und 600NM in der Oberklasse mit und vermag die 3 Tonnen Fuhre auch angemessen zu beschleunigen. Die grosse Schrankwand will aber durch den Fahrtwind geschoben werden. Dieser ist übrigens schon bei 130 km/h im Innenraum neben den Abrollgeräuschen von den Ganz-Jahres Reifen gut zu hören. Verbrauch laut Verkäufer realistisch bei 9 Liter Diesel auf 100km, nicht gerade wenig – bedenkt man, dass  5er und E-Klasse heute schon mit 5,5 l/100km auskommen.

Positiv fällt insgesamt neben der sehr gut schaltenden Automatik auch die Verarbeitung auf, hier hat Land Rover in den letzten Jahren offenbar deutlich aufgeholt. Auch der Sitzkomfort geht in Ordnung, die mit Leder bezogenen Sitze geben aber nur wenig Seitenhalt (schnell in Kurven fährt man ja eh nicht…).

Navigation und Entertainment sind dagegen nicht ganz auf der Höhe der Zeit, erkennen aber zumindest mein Samsung S3 ohne Probleme. Bis auf das Entertainment gibt der restliche Discovery bei der Bedienung keinerlei Rätsel auf – das ganze Auto ist durchdacht und auf optimal Platzausnutzung optimiert.

Schaut man sich die Preisliste, Versicherung und Steuer vom Disco an, dann wird einem schnell klar, wieso nicht alle Familien mit 2 und mehr Kindern einen fahren. Das Raumschiff kostet richtig viel Geld – in der Schweiz ist bei guter Ausstattung, mit mindestens 70.000 CHF zu rechnen. Da sind die einzigen echten Gegner in dem Segment – VW Sharan 7-Sitzer oder Seat Alhambra fast 20.000 CHF billiger.

So would you buy one? – Well, yes! Wer den Platz braucht, hohe Zuladung und ggf. auch noch Anhänger ziehen will, dazu vom Preisschild nicht abgeschreckt wird, bekommt mit dem Discovery ein erstaunlich vielseitigen Raumgleiter. Dieser serviert definitiv kein Einheitsbrei und zieht seinen Besitzer elegant aus jeder Situation – egal ob Oper oder Ski-Gebiet.

A 180 CDI – der Einser von Mercedes

02. November 2014 von iviz

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Vor Jahren wurde BMW mit seinem Einser belächelt – Design, Platz, Übersichtlichkeit und Nutzwert wurden kritisiert. Gute Rendite hat er offenbar doch gebracht. Mercedes dagegen war der Musterknabe, die A-Klasse mit super Nutzwert und Übersichtlichkeit spielte auf einem ganz anderen Spielfeld. Doch mit der neuen A-Klasse wechselt auch Mercedes auf den „Sportplatz“.

DSCN7011

Fangen wir mal bei den positiven Punkten dieses Modells an:

  • Das Fahrwerk überzeugt mit gutem Komfort gerade für die Langstrecke.
  • Navi und Radio Bedienung sind eingängig (besser als bei aktuellen VW Modellen!).
  • Die Sitze in der erste Reihe sind sehr bequem und lassen sich gut auf den Fahrer einstellen.
  • Verbrauch ist akzeptable für den 180 CDI und damit auch die Reichweite.
  • Optik überzeugt, im Gegensatz zur alten A-Klasse deutlich mehr.
  • DSCN7010Intelligent Light ist sein Geld echt Wert, danke guter Ausleuchtung und Kurvenlicht wird die Fahrbahn perfekt ausgeleuchtet.
  • Die Freisprechanlage funktioniert sehr gut, Geräuschniveau ist deutlich niedriger als z.B. beim VW Golf.
  • Die Kniefreiheit der zweiten Reihe kann sich sehen lassen.
  • Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau, hier macht keine sichtbare Oberfläche einen schlechten Eindruck.
  • Die Windgeräusche auch bei schneller Autobahnfahrt bleiben moderat, was auch der Freisprechanlage hilft. Gleiches gilt für Geräusche und Vibrationen aus dem Motorraum.
  • Sehr griffiges und schönes Lederlenkrad mit hochwertiger Anmutung.DSCN7017

Wo viel Licht, da ist leider auch Schatten – so auc

h in diesem Fall. Eher negativ fallen daher auf:

  • Der Motor ist zu schwach um wirklich dem Einser in Sachen Freude an Fahren das Wasser zu reichen. Mit maximal 190 km/h (abgeriegelt) und nicht vorhandener Drehfreude sowie einem Drehmoment welches sich hinter dem Offen verstekt, löst der 180 CDI das optische Versprechen der zwei Auspuffrohre nicht ein.
  • Hinzu kommt auch noch ein Getriebe welches nicht sonderlich knackig ist.
  • Noch schlimmer und eine Nebenwirkung des neuen Designs, ist die kaum noch vorhandene Rundumsicht. Nach hinten sieht man nur einen sehr kleinen Ausschnitt der Strasse. Schulterblick wird von der breiten B-Säule galant neutralisiert.DSCN7013

 

  • Unverständlich auch, wieso bei einem Diesel der offenbar für die Langstrecke optimiert ist kein Tempomat serienmässig an Board ist.
  • Dagegen gibt es ab Werk eine nervige Abstandswarnung, die viel zu spät reagiert und ohne Abstandstempomat mehr nervt als wirklich hilft.
  • Der Kofferraum ist ein Witz – da ist das Gepäckabteil des Polo besser nutzbar.DSCN7009
  • Freut man sich über die Kniefreiheit, ist die Kopffreiheit in zweiten Reihe ein echtes Hindernis für Mitfahrer über 1,8m.
  • Eher schlecht sind auch die Bremsen, welche sich sehr unruhig bei starken Bremsungen zeigen.
  • Keine Ausgeburt von Ergonomie ist nach wie vor der Multifunktionshebel für Licht, Scheibenwischer und Blinker.
  • Das Design nicht alles ist, zeigt auch der Tacho – eher schlecht abzulesen im Vergleich zu VW, Audi und BMW. 

Bleibt die übliche Frage – would you buy one? – Well, no ! Der Einser ist der besser Sportler, der Golf das bessere Alltagsauto… bringt nix.

Nissan Sentra – laaaangweilig…

27. September 2014 von iviz

20140727_112517Ok – zweite Woche in den USA und ein anderes Auto… diesmal ein Nissan Senta SV.
Ich mache es auch ganz kurz – viel gibt es zu dem Auto nicht zu sagen. Ebenfalls eine Vertreter der Gattung Welt-Auto zeigt sich die „Mittel-Klasse“ Limousine als ziemlich biederer direkter Konkurrent zum Chevrolet Cruze. Er kann nichts wirklich besser, selbst bei der Ausstattung ist das SV Modell eher auf der geizigen Seite. 20140727_112541

Das CVT Getriebe macht einen unauffälligen Job, kann aber zusammen mit dem 130PS Motor auch nicht viel ausrichten und wirkt im Vergleich zum Cruze fast schon untermotorisiert.

Weniger überzeugen kann auch der Innenraum. Die Verarbeitung ist zwar solide, aber Sitze und Lenkrad hinterlassen irgendwie einen billigen Eindruck und wollen einen nicht wirklich lange in dem Wagen verweilen lassen. Die Federung, gefühlt noch eine Spur weicher als beim Chevrolet Cruze bügelt derweilen alles sauber weg. Das Fahrwerk erlaubt natürlich keine schnellen Kurvengeschwindigkeiten – geht ja sowieso geradeaus, was die nahezu seitenhaltslosen Sitze zu schätzen wissen!
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Es bleibt da eigentlich nur die Frage – would you buy one?

No, tax! Es will sich hier irgendwie keine Emotion einstellen, das Auto wirkt lieblos designed, lieblos gebaut und bringt die Insassen einfach lieblos von A nach B… nicht mehr und nicht weniger.

Chevrolet Cruze LTZ – easy rider?

27. September 2014 von iviz

Chevrolet CruzeEine Woche Mietwagen in San Francisco bringt mir die Gelegenheit, mit einem Chevrolet Cruze LTZ Bekanntschaft zu machen.

Für knappe 24.000 US-$, ist der Viertüre zu haben, meist sogar billiger. Wie üblich in Amerika hat man am Flughafen ja die breite Auswahl an Fahrzeugen. Neben Toyota, Ford, Nissan, Kia, Hyundai & Co fällt der Chevy mit seinem recht dynamischen Design auf.

Die Ausstattung kann sich dabei sehen lassen, man vermisst (fast) nichts:

  • ECOTEC® 1.4L Turbo-Benziner
  • 6-Gang Automarikgetriebe
  • 18” Alu Räder
  • Klima Automatik
  • Chevrolet MyLink Radio mit 7-inch touch-screen inkl. Rückfahrkamera
  • Keyless Access
  • Ledersitze
  • und und und…

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Auch wenn der optische Auftritt es vielleicht vermuten lässt, Dynamik bringt das ca. 140PS Triebwerk zusammen mit der Automatik leider nicht so richtig auf die Strasse. Der Fahrkomfort und Geräuschkulisse sind aber sehr angenehm und erlauben auch lange Highway Touren. Die Verarbeitung des Amis ist ok, offenbar hat man sich hier von Opel etwas helfen lassen.

20140720_080108Die auf der delta-Plattform aufbauende und damit zum Opel Astra verwandte Limousine kann jedenfalls weitestgehend überzeugen. Die Zeiten in denen amerikanische Autos enorm viel Sprit brauchen sind übrigens auch vorbei – mit umgerechnet 8 Litern zügig durch Kalifornien, das geht schlimmer. Deutlich angenehmer als das Toyota Weltauto Vios ist der Cruze auf jeden Fall.

20140720_080044Etwas weniger überzeugend die Bedienung im Innenraum. Ziemlich viel Ablenkung entsteht, wenn man versucht den Sender zu wechseln. Die Bedienlogik und der Touchscreen könnten etwas mehr Apple vertragen… Nicht ganz so überzeugen kann auch die Klima-Automatik, entweder null Leistung oder volle Leistung – von echter „Automatik“ und konstanter Temperatur kann nicht die Rede sein.

 

Bleibt wie immer die Frage – would you buy one?

Well – if I have to, yes. Der Cruze ist ok, Ausstattung ist gut, Verbrauch geht in Ordnung, Optik is ok und der Preis nicht schlecht. Sollte GM auch was an der Qualität von Opel gelernt haben, dann ist der Chevy eine Alternative zu Toyota, KIA & Co…  aber nur für Amerika 😉

 

 

325i Coupé muss gehen – was kommt?

30. August 2014 von iviz

Es ist soweit – 2014 wird das Jahr in dem ich das Coupé nach bald 184.000 km verkaufen werde! Kaufvertrag ist schon unterschrieben und das Auto wartet nun auf seine Abholung.

Nach fast 5 Jahren geht die Zeit mit dem 6-Zylinder Benziner dem Ende entgegen. Mir hat der 3er sehr viel Freude bereitet. Nur einmal in all den Jahren musste ich ausserplanmässig in die Werkstatt und konnte auch nicht weiterfahren. Anfängliche Schwierigkeiten mit Windgeräuschen und Ventilen sind vergessen. Die Sorge um das Getriebe blieben bis zu Letzt, ohne sich zu bewahrheiten.

Insgesamt war der 3er mit akzeptablen Kosten zu bewegen – Durchschnittsverbrauch insgesamt 9,2 Liter / 100km und moderate Werkstattkosten zeichnen das Coupé aus. Bei Reifen war es dann doch etwas teurer – dank RFT und 17″. Ohne Wertverlust hat jeder Kilometer 0,20 cent (Benzin, Werkstatt, Reifen, Pflege) gekostet – mit Wertverlust 35 cent/km. Für ein Premiumfahrzeug aus meiner Sicht akzeptabel.

Ich werde das Coupé vermissen – Danke BMW!

 

Toyota Vios – The car for KL

27. April 2014 von iviz

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Seit langem habe ich mal wieder etwas „Mietwagen-Lotto“ gespielt. Meine Buchung eines Mietwagens am internationalen Flughafen von Kuala Lumpur ergab keinen 6er… sondern mehr so zwei richtige, wenn überhaupt.

Für 650 US$ hatte ich die Freude, zwei Wochen einen Toyota Vios der zweiten Generation bewegen zu dürfen. Die Geschichte des Vios – ein Beispiel wieso Toyota immer noch mehr Gewinn als VW macht – lässt sich gut auf Wikipedia nachlesen. Mein Exemplar hatte 170.000km auf malaysischen Strassen hinter sich – als Mietwagen wahrlich kein leichtes Leben.

20140307_195919Machen wir es kurz – would you buy one?

Hell, no! – langsames Automatikgetriebe, schlechte Sitze, schlaffer Motor, lieblose Kunststoffe, laut… Toyota Weltauto halt und deshalb genau richtig für KL 😉

WordPress 3.8.2 Update erfolgreich

13. April 2014 von WPM

1er-bmw-info.de erfolgreich auf WordPress 3.8.2 upgedated.

Wenn Ihr Fehler finden solltet – insbesondere im Layout bitte kurz melden.

Danke

1er-bmw-info Team

Gebrauchter Supersportler? – Kein Problem – go to NAZA World

10. März 2014 von iviz

Wenn sich jemand mit den Gedanken trägt, einen Supersportwagen aus zweiter Hand kaufen zu wollen, dann hätte ich hier den optimalen Vorschlag. Nehme den Flieger von Frankfurt nach Kuala Lumpur und mache ein Besuch bei der Naza World. Dort bekommt man neben grossen Toyotas auch Markenware der Super-Car-Liga aus Deutschland, Italien oder England. Auf günstige Preise sollte man aber nicht hoffen, dank Import-Zöllen auf Neuwagen hergestellt ausserhalb von Malaysia – sind die Gebrauchten hier fast so teuer wie neue bei uns… aber man kommt irgendwie näher dran 😉

Ach ja… man kann bei den Jungs auch neue Autos kaufen, z.B. Maserati und Ferrari 😉 Falls man keinen Gebrauchten will… cooler Nachmittag – noch nie war ich einem Ferrari Enzo und einem Maserati MC12 so nah!