JR drives

Auto, Technik & Leidenschaft

Renault Master, das Kombi-Wunder!

Ein echtes Einzelstück, diese maßgeschneiderte Kombination zwischen Motorradtransporter und Wohnmobil!

Sowohl Hersteller Renault als auch Innenausstatter Sortimo betonen, dass sie „so ein Fahrzeug noch nie verkauft haben“.

Wäre es rechtzeitig fertig geworden, hätte Renault es gerne auf seiner Hausmesse präsentiert… Des einen Freud, des anderen Leid: Durch die dreimonatige Lieferverzögerung (der Innenausbau dauerte entschieden länger als geplant) haben wir immerhin noch ein TomTom 910 und eine Handyladeschale als Entschädigung dazubekommen!

Der endgültigen Übergabe Mitte März gingen Monate der Planung voraus, in denen jedes Regal und jede Einzelheit zentimetergenau vermessen, gezeichnet, verworfen, neu durchdacht etc. wurden. Aber die lange Planungs- (und Fertigungs-!) Phase hat sich wirklich gelohnt, denn entstanden ist ein wirklich unglaublich durchdachtes, vielseitiges und liebevoll umgesetztes Fahrzeug:

Dass selbstverständlich auch große Menschen innen mühelos stehen können, sieht man, gell?

Selbst an so sinnvolle Details wie von unten zu belüftende Bettenunterbauten hat der Tischler gedacht! Die klappbaren Betten befinden sich im „Normalzustand“ senkrecht an der Wand, wo sie per Gummilaschen befestigt werden. Es gibt sogar noch richtige kleine Bettkästen, wo auch die Kopf- und Fußteile verstaut sind, auf denen man dann die heruntergeklappten Betten ablegt.

Im hochgeklappten Zustand passen tatsächlich noch zwei Motorräder in den Transporter, zu diesem Zweck mussten die beiden Mopeds extra im Winter mal per Anhänger zum „Maßnehmen“ nach Schwerin zu Sortimo gebracht werden, damit auch wirklich alles richtig vermessen und eingebaut wurde!

Am meisten hat mich sowieso die tolle Verlaschtechnik beeindruckt: Keine Laschösen mehr, die immer irgendwo im Weg sind – nein, ein System von im (übrigens noch extra auf dem Fahrzeugboden verlegten) strapazierfähigen Unterboden eingelassenen Leisten, in denen s.g. Fittings nur noch per Schnellverschluss an der gewünschten Stelle eingeklickt werden – geprüft und bombenfest!

Nun zur übrigen recht genialen Innenausstattung:
Um das Ganze auch wirklich als Wohnmobil zulassen zu können, darf natürlich die klassische „Camping-Ausstattung“ nicht fehlen, als da wäre: kleiner Kühlschrank (Toplader), Mini-Spüle und Mini-Gasherd, (Wasserkanister und Gasflasche getarnt hinter einem Rollo) obenauf mit stabilen Abdeckplatten, so dass man bei Nichtbenutzung auch noch Arbeits- oder Ablagefläche hat.

Auch einen vielseitig verwendbaren Schubladenschrank gibt es noch hinter der halbhohen Trennwand zur Fahrerkabine (man beachte die Schublade komplett gefüllt mit nagelneuen geprüften Spanngurten und Fittings…).

Da das Riesenteil wirklich wie ich finde, elend lang ist (LOA: 6,20 m), haben vor den eingeladenen Motorrädern sogar noch zwei Sitze Platz, die ebenfalls per Schnellverschluss in die dafür vorgesehenen Halterungen eingeklickt werden. Die Sitze stehen allerdings im Moment in der Garage, denn wahlweise hat dort die Hundebox ihren Platz, auch diese natürlich mit den wunderbaren Fittings individuell zu verzurren.

Wo es nur irgendwie ging, wurde noch Stauraum untergebracht, in Kopfhöhe z.B. noch Regalschränke mit Unterteilungen, damit nicht alles durcheinanderfliegt. Oder auch die an einer Seite angebrachte Kleiderstange, die sich hervorragend für Lederkombis, Jacken etc. eignet.

Und wenn wir schon bei den Extras sind: Natürlich musste auch eine Markise sein, die sogar mit einem (ebenfalls mitbestellten und -gelieferten) Vorzelt kombinierbar ist. Da kann man dann im Fahrerlager wunderbar über Nacht das Moped drin parken 😉

Dass der Transporter natürlich auch noch sonst alles hat, was gut und teuer ist, versteht sich von selbst, oder 😉 ? … Sitzheizung, Standheizung mit Fernbedienung, besagtes TomTom 910, Anhängerkupplung (mit entsprechend abschaltbarem PDC), Tempomat, 220-Volt-Außenanschluss, 2. Batterie, pneumatisch absenkbares Heck, getönte Scheiben und als sehr nützlichen Gimmick einen Strahler mit Saugfüßen, wahlweise magnetisch, überall dort zu platzieren, wo er gerade gebraucht wird.

Ach ja – einen Motor hat er auch…, einen 2,5 Liter Turbodiesel mit 150 PS 🙂

Also alles in einem: ein WAHNSINNS-Teil, wer mal in der Gegend ist, bekommt gerne eine Führung 😉

« »

© 2017 JR drives. Theme von Anders Norén.